Pesonal Intern

Westpress Medialeistungstest 2010 Print und Online

Geschrieben von Gastautor am 29. Juli 2010 | Abgelegt unter Gastautoren, Recruitment

Medialeistungstest der Westpress Werbeagentur

Die Westpress Werbeagentur hat mit dem Medialeistungstest 2010 Print und Online (kurz: MLT) in Kooperation mit maßgeblichen Verlagen und Online-Jobbörsen eine unabhängige Studie durchgeführt, die in ganz Deutschland einzigartig ist. Der MLT vergleicht Print- sowie Online-Medien und trifft eine fundierte Aussage über die quantitative und qualitative Leistungsfähigkeit der Medien hinsichtlich der Generierung von Bewerbungen durch die Schaltung von professionell gestalteten Stellenanzeigen.

Das dreistufige Bewertungssystem zur Kategorisierung der eingegangenen Bewerbungen hinsichtlich der Eignung für die jeweilige Position bzw. das Berufsbild liefert die Grundlage für objektive Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der Medienwahl.

Zudem klärt der Test, inwiefern Spezialisten bei der Medienauswahl im Online- und Printbereich nötig sind und über welche Medien sich die passenden Kandidaten bei möglichst geringem Zeit- und Budgetaufwand finden lassen. Hierbei stellt sich im Wesentlichen heraus, dass in hohem Maße qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber einerseits Printmedien als probates Mittel zur erfolgreichen Stellensuche nutzen (s. Abb. 1) und andererseits die Online-Suche eine günstige Kosten-Nutzen-Alternative für Unternehmen zur Rekrutierung einer hohen Anzahl potenzieller Kandidaten darstellt – sofern nicht unmittelbar absolute Top-Management-Positionen zu besetzen sind (s. Abb. 2).

Abb. 1: Aufteilung Online/Print nach Qualität, Position Oberarzt der Pädiatrie (m/w)

Bei verhältnismäßig wenig Bewerbungen (Bewerbungsqualität-Kategorien: A=sehr gut, B=gut, C=ungeeignet) bleibt das Medium Print klarer Gewinner hinsichtlich der erfolgreichen Suche nach einem Spezialisten im Medizinsektor. Hier ist ein Printmedium der klare Gewinner, alle Online-Plattformen brachten nur eine Bewerbung.

Abb. 2: Aufteilung Online/Print nach Qualität, Position Leiter Vertrieb (m/w)

Zur erfolgreichen Besetzung einer Position wie dieser stellt der Online-Bereich einen hohen absoluten Anteil geeigneter Bewerbungen (A und B, 50 %) – bei einer gleich großen Menge an Bewerbungen der Kategorie C. Bei vergleichsweise geringem Kostenaufwand könnte es sich für ein Unternehmen demnach rentieren, Onlinemedien für die Suche zu wählen. Ausschlaggebend ist hier die Relation zwischen A-, B- und C-Bewerbern sowie dem damit verbundenen Zeit- und Kostenaufwand. Ist der Aufwand zum Selektieren der A-Bewerbungen aus der Gesamtzahl zu hoch, konterkarieren die niedrigen Online-Schaltungskosten die Kosten des Arbeitsaufwands. Bei Print verhält es sich genau andersherum. Hier dürfte die Entscheidung pro Online zu treffen sein.

Die Beispiele zeigen exemplarisch die umfangreichen Ergebnisse des MLTs – in der Gesamtbetrachtung sind die verzeichneten Rückläufe sowohl vom Medium als auch von der jeweiligen Zielgruppe abhängig. Eine Entscheidung pro Print oder pro Online ist vor allem erst dann zu treffen, wenn alle Rahmenbedingungen beachtet werden.

Westpress hatte schon im Jahre 2004 erstmalig einen Medialeistungstest durchgeführt. 2010 geben die erfahrenen Personalmarketing-Profis mit Sitz in Hamm (Nordrhein-Westfalen) ihren Kunden somit erneut eine Studie an die Hand, um die Personalsuche auf optimale Weise zu erleichtern und die Auswahl der Medien zu objektivieren.

„HRnetworx WebCo HR meets Social Media“

Geschrieben von Lutz Altmann am 28. Juli 2010 | Abgelegt unter Personalmarketing, Recruitment, Social Media

In Ergänzung zu unserer Social Media Personalmarketing Conference 2010 in München haben wir noch einen weiteren Veranstaltungstipp für den September 2010.

„HRnetworx WebCo HR meets Social Media“ – Das online Fachevent für die HR Branche


Am 23. September 2010 lädt networx zum HR WebCo „HR meets Social Media“ auf die virtuelle Personal Messe ein. Es geht um den Einfluss und den Einsatz der Social Medien in der Personalarbeit. Personalverantwortliche und Experten tauschen sich online über die Themen:

• Enterprise 2.0
• Social Media Policies und den rechtlichen Rahmenbedingungen
• Cross-Mediales Personalmarketing und Employer Branding
• HR Social Media Monitoring
• Best Practice Berichte zum Einsatz Social MediaStrategien im HR
• Trends und Handlungsempfehlungen

Zu erwarten ist  ein spannendes Programm u.a. mit folgenden Referenten:

  • Gero Hesse, Senior Vice President HR, Bertelsmann AG,
  • Stephan Grabmeier, Leiter Strategic HR Culture Programs,  Deutsche Telekom AG
  • Silke Bretschner, Consultants eHR, T-Systems Multimedia Solutions GmbH
  • Prof. Dr. Thorsten Petry, Personalmanagement und Organisation Business School Wiesbaden
  • u.v.w.

Das vorläufige Programm und die Anmeldung finden Sie hier: http://www.webco.hrnetworx.info .

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Die HR WebCo ist eine online Veranstaltung. Die Teilnahme ist bequem vom eigenen Rechner aus möglich. Die Teilnehmer erwarten Fachvorträge, Best-Practice Beispiele und der Austausch mit Kollegen, Referenten und Dienstleistern im Chat. Ein Besuch der virtuelle Personalermesse unter http://www.expo.networx24.info ist ganzjährig kostenfrei bereits jetzt schon möglich. Für die Teilnahme an der HR WebCo ist eine Registrierung notwendig.

ICR Studie „Quo Vadis Recruitment 2010?“

Geschrieben von Gastautor am 26. Juli 2010 | Abgelegt unter Recruitment, Social Media

Wolfgang Brickwedde – Director, Institute for Competitive Recruiting (ICR), Heidelberg

Wolfgang Brickwedde ist Leiter des Institute for Competitive Recruiting. Bis Ende 2009 verantwortete Wolfgang Brickwedde bei SAP die Personalbeschaffung und das operative Personalmarketing in der Region EMEA. Vor seiner Zeit bei SAP war Wolfgang Brickwedde bei Royal Philips Electronics in unterschiedlichen Management Funktionen in den Bereichen Employer Branding, Recruitment und
Management Development für verschiedene Länder verantwortlich.

Er ist Gründungsmitglied und war von 2007 bis 2009 Sprecher des Vorstandes des dapm (der arbeitskreis personalmarketing) und Vorstandsmitglied der HR Alliance von 2008 -2009.
In seiner Zeit bei Philips, als auch bei SAP hat Wolfgang Brickwedde sich mit den Themen (Social Media) Recruitment, Employer Branding und Talent Management beschäftigt. Das Institute for Competitive Recruiting ist eine Plattform mit dem Ziel, das Recruitment in Deutschland zu verbessern.

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Twittern um Talente? – Nur 5 % der Unternehmen tun es! Strategien fehlen!

Nur etwas über 5 % der Unternehmen geben an, regelmäßig zu twittern um Bewerber zu erreichen bzw. Werbung für sich als Arbeitgeber zu machen. 2/3 aller Unternehmen nutzen Twitter, LinkedIn und Blogs für diesen Zweck überhaupt nicht! Die am häufigsten genutzten Kanäle im Social Media sind Xing vor Google und Facebook. Social Media Recruiting ist zwar das „Hypethema“ in 2010 und  belegt daher vor Reporting und Controlling  und Personalmarketing den ersten Platz drei der Themen, die in 2010 höher auf der Agenda der Unternehmen stehen. Die überwältigende Mehrheit der Unternehmen hält es für daher auch für wichtig, daß die Recruiter die Möglichkeiten des Social Media Recruiting kennen und nutzen, allerdings hat erst die Minderheit diesen Anspruch im eigenen Unternehmen schon umgesetzt. Über Social Media Recruiting Kanäle kommen bisher ca. 8 % der Bewerbungen bzw. Einstellungen zustande.

Dies sind die Highlights zum Thema Social Media Recruiting in der aktuellen Studie „Quo Vadis Recruitment 2010?“ unter 6000+ Personalern, durchgeführt vom ICR, Institute for Competitive Recruiting, Heidelberg.

Ein weiteres Ergebnis der Studie belegt, daß erfolgreiche Unternehmen durch Social Media Recruitment doppelt so viele Bewerber finden und deutlich mehr Einstellungen über diesen Kanal realisieren. In Unternehmen mit überdurchschnittlichem Recruitment kennen und nutzen die Recruiter die Möglichkeiten des Recruitings in Sozialen Medien vier mal häufiger als im Durchschnitt aller  Unternehmen. Blogs, Twitter und LinkedIn werden überdurchschnittlich genutzt.
Social Media Recruiting spielt noch keine große, aber eine wachsende, Rolle bei Bewerbungen und Besetzungen von Stellen, und sollte daher von Unternehmen weiter beobachtet werden. Im Moment scheint Probieren (noch) über studieren zu gehen. Selbst bei Unternehmen, die von den Aktivitäten her im Social Media Bereich ganz vorne mit dabei sind fehlt im Moment noch der dringend notwendig strategische Ansatz.

Was ist zu tun?

Ein Unternehmen, daß Social Media für Employer Branding und Recruiting einsetzen möchte, sollte sich über die zu erreichenden Ziele und ihre Messung klar werden, nach einer ausführliche Zielgruppenanalyse die erfolgversprechenden Tools und Kanäle für eine Umsetzung wählen und mit einem zielorientiertes Controlling die Aktivitäten begleiten. Dann können Erfolge gemessen und nachhaltig realisiert werden.

Die Studie ist kostenfrei als .pdf erhältlich unter info@competitiverecruiting.de

Das Institute for Competitive Recruiting (ICR), Heidelberg, berät Unternehmen hinsichtlich Recruitment Performance Management. Das ICR unterstützt Unternehmen bei der strategischen Priorisierung, bei der Steigerung der Effizienz und Effektivität ihrer(s) Recruitingprozesse(s) sowie beim Auf- und Ausbau eines aussagekräftigen Reporting/Controllingsystems zur Steuerung der Recruitment Funktion.  Es bildet eine Plattform mit dem Ziel, die Recruitmentfunktion in Deutschland zu verbessern. Dieses Ziel soll erreicht werden durch die Unterstützung bei der  Entwicklung von Standards und Benchmarkings sowie der Aufzeigung von Verbesserungspotentialen und Beratung in den Prozessen der Personalsuche, -auswahl und –einstellung, sowie der Attraktion von neuen und Bindung von bestehenden Mitarbeitern.

Authentische Employer Brand – Transparenz als Branding Instrument?

Geschrieben von Gastautor am 26. Juli 2010 | Abgelegt unter Employer-PR, Personalmarketing, Social Media

joachim-diercks

Joachim Diercks ist Geschäftsführer der CYQUEST GmbH. Unter dem Oberbegriff Recrutainment entwickelt CYQUEST Lösungen aus den Bereichen eAssessment, SelfAssessment, Online-Employer Branding und E-Recruiting, die häufig in einen unterhaltsamen bzw. spielerisch-simulativen Kontext eingebunden sind. Diercks ist Autor einer Reihe von Fachartikeln zu verschiedenen eRecruiting-Themen sowie regelmäßiger Referent bei Fachkongressen


Der Begriff “Authentizität” geht zwar nicht jedem ohne Probleme über die Lippen, fehlt aber dennoch quasi in keinem Beitrag, den man in der Personalmarketing-Szene momentan lesen oder hören kann. Die Studie „Transparenz von Unternehmen“ der Johannes-Gutenberg-Uni Mainz kam kürzlich zu dem Ergebnis, dass „Transparenz des Unternehmens“ für Bewerber ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers ist, wichtiger etwa als die geografische Lage des Unternehmens oder dessen Größe. Auch waren dort 72% der Befragten der Ansicht, dass Transparenz auf lange Sicht eine immer größere Bedeutung erlangen wird.

Quelle: Transparenz von Unternehmen, ein Forschungsprojekt des Instituts für Sozialwissenschaft, Medien und Sport der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Handelt es sich bei Authentizität und Transparenz um Buzzwords, die zwar momentan en vogue sind, aber auch schnell wieder verschwinden oder steckt mehr hinter der Forderung zur authentischen Kommunikation?

Nach Vogel-Strauß-Manier zu hoffen, dass das schon irgendwie vorbei geht, ist aus meiner Sicht naiv, möglicherweise sogar riskant. Warum? Zwei starke Trends bestimmen in zunehmendem Maße Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding. Beide werden sicher nicht einfach wieder „vorüber gehen“ und beide sind für den immer lauter werden Ruf nach Ehrlichkeit verantwortlich.

Erstens der demografische Wandel und zweitens der Siegeszug des Social Media.

Erstens: Der demografische Wandel: Die Zahl der Menschen in Deutschland im arbeitsfähigen Alter wird sich laut IAB bis 2025 um satte sieben (!) Millionen reduzieren –Rente mit 67, zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen und positives Zuwanderungssaldo schon einberechnet. Ausbildungsbetrieben und Hochschulen steht in zehn Jahren ein um satte 20% verkleinertes Potential an „möglichen“ Azubis und Studierenden zur Verfügung, konkret ca. 360.000 Menschen weniger. Weniger verfügbares Potential wird – neben Ausweicheffekten wie weniger humankapitalintensive Fertigungsmethoden und Prozessen – vor allem zu einem steigenden Wettbewerb um eben dieses führen. Steigender Wettbewerb heißt wiederum auch steigende Preise. Den „guten“ Mitarbeitern oder Kandidaten muss mehr geboten werden. Dieses „Mehr“ kann monetärer wie nicht-monetärer Art sein, es geht also nicht immer nur um höhere Einkommen, sondern vielleicht auch um eine verbesserte Work-Life-Balance o.ä. Ich glaube es wird so kommen, dass sich die meisten Betriebe und Hochschulen bei den Kandidaten bewerben müssen, nicht umgekehrt. Der beruflichen Tätigkeit bei einem Unternehmen wird zunehmend der Charakter einer Beziehung zukommen und dem Employer Branding entsprechend die Aufgabe der der Beziehungsanbahnung und -pflege. “Gute” Beziehungen verlangen aber erfordern ein gehöriges Maß an Authentizität – sonst kommen sie über den Status des „One-irgendwas-Stands“ kaum hinaus.

Zweitens: Social Media. Im Social Web hat jeder eine Stimme und die Neigung diese auch zu benutzen ist hoch. Während man seine Meinung früher im kleinen Kreis geäußert hat, tut man dies nun auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder – konkret auf Jobs und Arbeitgeber bezogen – kununu. Da kann nicht nur jeder mitmachen, sondern es kann auch jeder sehen. Und: Nicht nur für den Moment, sondern bis das Internet vergisst und das kann dauern… Geleckte Hochglanzkommunikation der Unternehmen wird in diesem Umfeld nicht mehr funktionieren. Wenn sich in Unternehmensbewertungen auf einem entsprechenden Bewertungsportal die Aussage häuft, dass es bei diesem Unternehmen mit der Work-Life-Balance nicht zum Besten steht, dann wirkt es enorm unglaubwürdig, wenn das gleiche Unternehmen von eben dieser schwärmt als sei nichts gewesen. Das heißt nicht, dass „der User“ im Social Web immer Recht haben muss, aber es heißt dass das Unternehmen dezidiert und dialogisch auf diese Ansichten eingehen und reagieren muss. Unternehmen, die vorgeben, in allen Dimensionen die Schönsten, Besten und Größten zu sein, wirken nicht glaubwürdig, weil solch ein Schlaraffenland per se unglaubwürdig ist und – fast noch wichtiger – diese Unglaubwürdigkeit im Social Web sofort als solche entlarvt und entsprechend angeprangert wird. Wer als Unternehmen hingegen „bei der Wahrheit bleibt“ hat sehr gute Argumente auch nicht unglaubwürdig zu erscheinen. Der ungeschminkte – zuweilen  schonungslose – Dialog im Social Web wird den Prozess hin zur authentischen Kommunikation nur beschleunigen.

Doch was heißt eigentlich “authentisch”? Ist das immer die vielzitierte “wackelige” Kamera im Unternehmensvideo? Nun authentisch ist, was „als echt wahrgenommen wird, weil Gesprächspartner, Leser, Hörer oder Zuschauer es mit einer Botschaft in Verbindung bringen können.“ (hier einen herzlichen Dank an Manfred Böcker (“Das große Simsalabim”) für die schöne Definition).

Dass das im Unternehmen nicht immer konfliktfrei verläuft ist völlig klar. Dass es in großen Organisationen nur eine „Wahrheit“ gibt, an die es sich zu halten gilt, natürlich illusorisch. Personal sieht es so, Marketing ein wenig anders und die Unternehmenskommunikation als “Gralshüterin” der Unternehmenswahrheit vielleicht nochmal anders. Und auch andere Abteilungen und externe Stakeholder wie Kunden, Lieferanten oder – speziell auf unseren Fall bezogen – potentielle Bewerber haben ihre Meinungen und Ansichten. Und diese finden sich alle im Social Web wieder. Doch wie bei jedem Markenbildungsprozess kommt es darauf an, aus dieser Vielstimmigkeit das Gemeinsame, den Kern zu identifizieren. Den aus unterschiedlichen Ansichten bestehenden Konflikt gilt es dialogisch auszufechten, um konsistenten Antworten auf die Fragen zu bekommen, wer “wir eigentlich sind und “wofür wir eigentlich stehen”.

Gelingt dies, kann auch authentisch kommuniziert werden. Ja, das ist dann auch gar nicht mehr so schwer, man muss ja “nur” noch die Realität abbilden. Diese “Realität” wird automatisch die “Richtigen” oder besser “Passenden” erreichen und motivieren und – oft ebenso wichtig – die “Falschen” oder “Unpassenden” abschrecken. Gute und starke Marken sind eben nicht “Everybody´s Darling”, sondern “the right one´s Darling” – wie in einer guten Beziehung. Wenn also – um das Beispiel von eben nochmal aufzugreifen – die Work-Life-Balance im Unternehmen keine überragende Bedeutung hat, dann sollte man auch das auch so sagen. Kandidaten, die hierauf auch nicht so viel Wert legen, wird das auch nicht abschrecken… Authentische Kommunikation folgt immer der authentischen Marke, nicht umgekehrt. Die wackelige Kamera im Unternehmensvideo ist also nicht per se “authentisch”, sie ist es dann, wenn das was gezeigt wird glaubwürdig und “echt” ist.

Ich freue mich, wenn Ihr auf die CYQUEST Präsenz bei Facebook kommt und – ganz im Sinne der Authentizität – fleißig kommentiert.

Employer Brands bei Facebook & Twitter

Geschrieben von Lutz Altmann am 23. Juli 2010 | Abgelegt unter Personalmarketing, Social Media

Unsere Bachelorandin Nina Vieler hat Ihre Abschlussarbeit zu Social Media Recruiting fertiggestellt. Einen ersten Auszug zu einem Teil der Ergebnisse gibt es bereits heute zu sehen.Nina hat z.B. eine aktuelle Liste der Employer Brands bei Facebook und Twitter zusammengestellt. Diese Zahlen möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Weitere Ergebnisse gibt es demnächst zu sehen.

Auszug aus der Bachelorarbeit:

Die Top 1 der Karrierefanpages ist dem Unternehmen Media Saturn zuzuordnen. Der relativ große Abstand zur zweitplatzierten Lufthansa-Karrierefanpage könnte sich dadurch erklären, dass die Media Saturn-Fanpage in englischer Sprache eingerichtet ist und damit eine größere Zielgruppe erreicht. Obwohl als deutsches Unternehmen bekannt, verhält sich Media Saturn durch die Moderation der Fanpage auf Englisch bewusst international aufgeschlossen. Die Fanzahlen der nachfolgenden Unternehmen liegen bis Ranking 11 sehr dicht beieinander. Dies ist nicht nur auf die Bekanntheit als DAX-Unternehmen zurückzuführen, sondern neben der aktiven Moderation auch auf den Zeitraum des bisherigen Bestehens der Karrierefanpage. Bei der Tectum Group sowie der ZSI Zertz + Scheid Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG handelt es sich um Unternehmensfanpages mit einem zusätzlich angelegten Reiter mit dem Namen „Jobs“. Diskussionen auf der „Social Media-Personalmarketing Conference 2010“ der humancaps consulting Ltd. mit zahlreichen Personalverantwortlichen ergaben, dass viele Unternehmen unsicher sind, ob eine weitere Karrierefanpage notwendig oder ein Reiter auf der eigentlichen Unternehmensfanpage für den Karrierebereich ausreichend ist. In Personalkreisen gilt u.a. die Karrierefanpage der Otto Group als Vorzeigeseite. Mit derzeit 1087 Fans dient die Plattform zur Information über verschiedene Karrierewege bei der Otto Group. So werden dort Veranstaltungen, Auszeichnungen und Gewinnspiele ausgeschrieben und allgemein über das Unternehmen informiert. Eine gezielte Nutzung als Sprachrohr für Bewerber macht „Otto Group Karriere“ sowie auch andere Fanpages zu einem für das Recruitment sehr interessantem Medium. Groß geschrieben wird hier, wie auch bei der Fanseite der Bayer AG, eine schnelle und seriöse Beantwortung von Useranfragen. Insbesondere Fragen zum Bewerberprozess werden seitens Kandidaten regelmäßig gestellt und werden durch die Moderatoren schnellstmöglich bearbeitet.

An der Spitze steht auch bei den Twitter Recruiting Accounts mit einem großen Vorsprung ein DAX-Konzern – die Adidas Group. 2320 Follower informieren sich tagtäglich auf „adidasGroupJobs“ über neue Jobangebote. Wie beim Spitzenreiter Media Saturn auf Facebook läuft die Kommunikation auf Englisch, um einen möglichst großen Nutzerkreis zu erreichen. Das europäische Personalmarketing-Team der BASF unterhält neben dem Account „BASFKarriere“ auch das englischsprachige Pendant „BASFCarreer“ und trennt damit im Gegensatz zur Adidas Group die Zielgruppe nach Internationalität. Nahezu jedes Unternehmen der Top Ten ist analog zur Darstellung in Facebook mit mindestens einem weiteren Unternehmens-Account auf Twitter aktiv. So hat auch die Otto Group neben ihrem Recruitingaccount einen deutschsprachigen Unternehmensaccount mit 12.108 Followern. Während der allgemeine Account zur Kundenbetreuung genutzt wird, beschränkt sich otto_jobs auf die Kommunikation über Karrierewege und Jobs der Otto Group. Oftmals werden Accounts schon weit im Voraus der eigentlichen Anwendung angelegt, um eine Besetzung des gewünschten Accountnamens zu umgehen. Insgesamt gesehen stärkt man mit seinem Unternehmensauftritt per eigenem Account bei Twitter im hohen Maße die eigene Arbeitgebermarke (Employer Brand).

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