Pesonal Intern

Social Media Personalmarketing Conference 2010

Geschrieben von Michaela Schröter am 10. März 2010 | Abgelegt unter Personalmarketing, Social Media

Am 29. April 2010 treffen sich die wichtigsten Personaler und Kommunikationsexperten auf der Burg Hemmersbach, um in alten Gemäuern über neue Kommunikationsformen im Social Web zu diskutieren. Die Referenten der Conference gehören zu den Pionieren des Social Media Personalmarketings und geben den Teilnehmern mit Best Practice Beispielen wichtige Impulse.

Noch ist die neue Art der Kommunikation nicht in allen Köpfen verankert. Wir befinden uns in einer Phase des kommunikativen Umbruchs. Fast mutet es grotesk an, dass Social Media überhaupt ein Thema ist über das (noch) so viel geschrieben, referiert und diskutiert wird.

Denn dass man im Business, sei es im HR, im Marketing oder in anderen Unternehmensbereichen, heute E-Mails schreibt, via Handy telefoniert, erreichbar ist und sms schreibt, ist mehr als selbstverständlich . Vor knapp 20 Jahren hat die E-Mail die Kommuikation im Business allerdings revolutionär verändert und der Globalisierung kommunikativ den Weg bereitet.  Sicherlich hat auch dieses Kommunikationsinstrument damals Skeptiker auf den Plan gerufen. Die Geschichte wiederholt sich. Wieder und wieder.

Im Jahr 2010 müssen Unternehmen die schöne neue Kommunikationswelt des Social Web annehmen und lernen es im Unternehmen effektiv einzusetzen. In wenigen Jahren wird die Diskussion darüber hinfällig und Social Media eine Selbstverständlichkeit sein. Bis dies allerdings soweit ist, muss noch viel Arbeit geleistet werden und das Thema, insbesondere im Bereich HR, vorangetrieben werden. Die Social Media Conference soll hier einen wichtigen Beitrag leisten und Impulse geben.  Die entscheidende Frage hier ist: Wie sprechen Unternehmen die Bewerberzielgruppe an, wie transportieren sie eine Employer Brand erfolgreich?

Neue Kommunikation in alten Gemäuern: Ein paar Impressionen der Burg Hemmersbach vom heutigen Tage. Wollen wir hoffen, dass am 29.04 ähnliches Wetter sein wird.

Zu den Themen Kommunikation 2.0,  Social Networks, Twitter, Blogs, Facebook,Karrierewebsites, Social Media Recruitment, Karrierevideos und Employer-PR referieren u.a. Robindro Ullah von der Deutschen Bahn, Gero Hesse von Bertelsmann, Dr. Hans-Christoph Kürn von Siemens und Bernd Schmitz von Bayer. In Workshops werden einzelne Themenbereiche aufgegriffen und vertieft.

Um das Thema auch in Ihrem Unternehmen voranzubringen, diskutieren Sie mit. Nur noch heute gilt der Frühbucherrabatt in Höhe von  375,- Euro.

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Employer Brands bei Twitter – Leitfaden für den Aufbau

Geschrieben von Lutz Altmann am 8. März 2010 | Abgelegt unter Employer-PR, Personalmarketing, Social Media

Wir haben in den letzten Wochen und Monaten schon viel über die Aktivitäten der Arbeitgeber beim Microbloggingdienst Twitter geschrieben. Immer wieder bekommen wir auch die Frage gestellt, wie baue ich denn einen solchen Employer Brand Account bei Twitter erfolgreich auf.

Die nun kommende Antwort verwundert jetzt nicht! Es gibt kein Patentrezept und viele Wege können zum Ziel führen. Doch ich möchte dies heute einmal zumindestens etwas näher beleuchten und einen ersten kleinen Leitfaden für die Aufbauphase zusammenstellen.

Womit startet ein Unternehmen? Zuerst sollte man sich als Unternehmen mit Twitter vertrauter machen. Es gilt erst einmal zu schauen, ob Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen, z.B. aus HR oder Marketing, bzw. auch aus anderen Abteilungen, schon erste Nutzer- oder Lesererfahrungen bei Twitter haben. Diese gilt es aufzunehmen. Und hier ist vollkommen egal, ob die aus dem Management oder von Azubis kommen. Es ist wichtig “Microblogging” immer besser verstehen zu können.

Im zweiten Step sollte eine erste Strategie zu den geplanten Inhalten aufgestellt werden. Worüber möchte ich als Arbeitgeber berichten? Dienen Twitter oder Google Buzz nur als reine Kommunikationstools oder beiten sie mehr? Möchte ich eigene Events oder vor allem Jobs in den Mittelpunkt meines Contents stellen? Daimler_Career hatte hierzu sogar nach ersten Erfahrungen eine eigene Umfrage ins Netz gestellt. Hierbei stellte man fest, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Haupt- und einem neuen Nebenaccount bei Jobpostings gibt. Es gilt also eine solche Strategie nicht für Monate im voraus zu planen, sondern immer wieder flexibel an die eigenen Erfahrungen und an die Weiterentwicklung der Twitterwelt anzupassen.

Es ist entscheidend, welche Botschaft ich als Arbeitgeber vermitteln möchte. Daher sollte auch die Landing Page, also die “Anlaufstelle” des Twitter Accounts gut ausgewählt werden. Es macht ein Unterschied, ob ich hier auf die allgemeine Unternehmenswebsite, wie z.B. leider bei dem ansonsten sehr gelungenen Account von StihlKarriere, oder auf eine sehr lebendige Facebook Fanpage bzw. eine weitreichende Karrierewebsite, wie Bertelsmann, verlinke.

Je nach Ausrichtung der Strategie legt ein Unternehmen seine Inhalte fest. Es kann einen Account nutzen um nur die neuesten Jobs mit zugehörigen Infos zu bloggen,  und über einen anderen Account allgemeiner das gesamte Bild eines Employer Brands vermitteln. Im nächsten Schritt ist es daher sehr wichtig, sich für einen passenden Namen zu entscheiden. Twitter unterscheidet hierbei zwischen dem für Jederman sichtbaren Username, wo es gilt einen sehr einprägsamen und klar verständlichen Namen zu wählen. Bewährt haben sich hier Namen wie DBKarriere oder StihlKarriere und otto_jobs. Der Bezug zu den Unternehmen und zu den Themen wird schnell hergestellt. Man bildet direkt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Themenaccounts im eigenen Unternehmen. Beachten Sie hierbei auch die begrenzte Zeichenanzahl und die “no spaces” Option (daher die vielen Namen mit Unterstrichen oder vergleichbarem Zeichen). Zusätzlich vergibt man noch einen Namen bei Twitter, mit dem man bei “Find People” gefunden wird. Ich habe daher zu meinem Username l_altmann den Namen “humancaps altmann” gewählt, der so besser wiedergefunden wird. Übrigens beide Namen lassen sich immer wieder anpassen. Wobei ich dazu raten würde, dies nicht all zu häufig auszuprobieren. ;-)

Twitter - Settings_1268036119143

Neben dem Namen und der Landing Page sollte die Bio gut ausgewählt werden. Stellen Sie sich oder das Twitter Team offen und authentisch vor. Gehen Sie dabei auf die wichtigsten Schwerpunkte Ihrer Inhalte und Kommunikationsschwerpunkte ein. Haben Sie dabei vor allem Ihre Zielgruppen und deren Suchkriterien im Fokus.

Entscheiden Sie sich beim Profil auch für ein passendes Foto. Wenn Sie allein und persönlich kommunizieren, sollten Sie ein Portraitfoto wählen. Auch wir haben zu Beginn die Erfahrung gemacht, dass ein humancaps Logo viel zu abstrakt ist. Wir haben den jeweiligen humancaps Accounts mit Fotos ein Gesicht gegeben. Wenn Sie jedoch mit mehreren Personen auf einem Account twittern, dann wählen Sie ein passendes Logo als Bild und setzen Sie Fotos und Namen ins Layout ein. Anbei ein paar Beispiele. Denken Sie daran, dass das Twitter Account Layout statische Inhalte hat.

Deutsche Bahn (DBKarriere) on Twitter_1268071129115otto_jobs (otto_jobs) on Twitter_1268071176605

XING_de (XING_de) on Twitter_1268071234809

Bei DBKarriere sehen Sie Hinweise auf die einzelnen Personen. Doch leider nur ein Foto von Robindro Ullah. Die anderen kommen bestimmt noch. Bei otto_jobs findet sich leider kein direkter Hinweis auf die Twitter-Verantwortliche Susanne Hagen. Auch dies könnte man verbessern. Ein gutes Beispiel ist der Account von XING_de , auch wenn es kein Employer Brand Account ist. Hier werden die einzelnen Personen mit Bild und Namen kurz vorgestellt.

Die Auswahl der twitternden Personen sollte zukunftsorientiert sein. Was passiert z.B. bei einem Aufgaben- oder Arbeitgeberwechsel? Hierzu lege ich Ihnen den Artikel “Was ist eigentlich wenn …” von Robindro Ullah ans Herz.

Zusammenfassend lassen sich die folgenden Steps für den Aufbau einer Employer Brand bei Twitter festhalten:

  1. Machen Sie sich mit Twitter vertraut. Fragen Sie intern nach Personen, die sich dort auskennen.
  2. Entwickeln Sie als ersten Schritt eine Strategie für Ihren Content unddie Botschaft.
  3. Verlinken Sie auf eine passende Landing Page, wie Karrierewebsite oder Facebook Karriere Fanpage.
  4. Wählen Sie einen treffenden und auffindbaren Namen aus.
  5. Ergänzen Sie Ihr Profil durch eine aussagekräftige Bio.
  6. Foto und Layout verbessern den Gesamteindruck. Geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht (oder auch zwei oder drei).

In den kommenden Beiträgen werde ich auf die Weiterentwicklung der Kommunikationsstrategie und auch auf Kosten eingehen. Jetzt wünsche ich allen noch einen schönen Abend.

Social Media HR auf Überholspur – aber wie?

Geschrieben von Vieler am 4. März 2010 | Abgelegt unter Personalmarketing, Social Media

Neues Jahr – Neue Entwicklungen- Neue Studie. Pünktlich zum Jahresanfang gibt es neuen Input für Social Media HR Interessierte bzw.  Abschlussarbeit über “Social Media Recruiting”  Schreibende wie mich.

In Zusammenarbeit mit StepStone Solutions, HRM.de, HRM-Austria.at sowie dem „personal manager“ veröffentlicht Thorsten von Jakobsmühlen im „Social Media HR Report 2010“ die neuesten Erkenntnisse im Bereich Social Media Recruiting und Personalmarketing. Die auf insgesamt 651 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich basierende Studie geht auf die wichtige Verbindung zwischen Social Media und Personalarbeit ein. Hierbei wurden die neuesten Trends genauer unter die Lupe genommen und Tendenzen in der Zusammensetzung guter Personalarbeit beschrieben.

Die Befragung richtete sich an Unternehmen unterschiedlicher Größe, während Personalberatungen- und dienstleister bewusst außen vor gelassen wurden. Das allen voran Recruiting und dicht gefolgt Employer Branding die wichtigsten Social Media Aktivitäten für Unternehmen sind, ist sicherlich keine besonders verwunderliche Kernaussage der Studie. Auf die Frage nach den häufigsten Social Media Aktivitäten wird zusätzlich der Einsatz von Mitarbeiterempfehlungen, bei denen der Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter fungiert, genannt. Die Bedeutung von Online-Reputation (Überprüfung von Bewerbern) nimmt ebenfalls  zu und landet  auf Platz Nr. 4 der Rangliste.

Viele andere Studien haben sich bereits eingehend mit der Nutzung von Social Media in der HR- Arbeit und deren Sinnhaftigkeit befasst. Der „Social Media HR Report 2010“ zeigt eindeutig, das Social Media sich im Personalmarketing etabliert hat und der Trend in den meisten Unternehmen umgesetzt wird. Lediglich 34 Probanden sehen keinen Mehrwert in Social Media Aktivitäten. Hierbei dürfte es sich wahrscheinlich um kleine Unternehmen handeln, doch dies wird leider nicht durch die Studie deutlich gemacht. Aber warum werden manche Unternehmen nicht aktiv? Was hält sie von Social Media ab?

Der Social Media HR Report zeigt auf das der Zeitfaktor, das Humankapital und damit verbunden vorhandene Wissensdefizite die Hauptgründe für den Verzicht auf Social Media innerhalb der Personalarbeit einiger Unternehmen sind. Neue Entwicklungen erfordern ein hohes Maß an Eigenleistung, muss man sich doch immer wieder neu einarbeiten. Gerade im Social Media Bereich ist diese Einarbeitung sehr schwierig, bestehen doch keine allgemeingültigen Richtlinien zur Anwendung von Social Media HR. Vielen Unternehmen ist bewusst, das eine klare Personalmarketing-Strategie notwendig ist, um gezielt soziale Netzwerke und Micro-Blogging-Dienste zu bedienen, um somit den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen zu können. Laut Studie wird professionelle Hilfe, bspw. von Personalberatungen bei den Wenigsten in Erwägung gezogen. Hier spielt der Kostenfaktor eine große Rolle, weiß man heute ja noch nicht, was schlussendlich dabei für das Unternehmen rauskommt. Zwar gibt es zahlreiche Best Practice Beispiele im Netz, jedoch ist fraglich ob zur Suche nach Benchmarks wirklich Zeit und Geld vorhanden ist.

Aber welche Social Media Kanäle werden am meisten für die HR-Arbeit genutzt? Allen voran, gilt für 37 % der befragten Firmen, das Business-Netzwerk XING als das Social Media Instrument überhaupt. Dieses Ergebnis ist aufgrund des langen Bestehens von Xing (ehemals openbc) weniger neu. Das  relativ junge soziale Netzwerk facebook folgt xing mit immerhin 22 %. Dies  zeigt das enorme Potenzial für die Personalarbeit, welches sich hinter facebook verbirgt. Twitter (14 %) und LinkedIn (13%)  fallen da schon viel weiter ab und zeigen zwar eine erhöhte Bedeutung gegenüber 2009,  jedoch keine wirklich bahnbrechende.

Eine regelmäßige Überprüfung von Posts des eigenen Unternehmens ist gemäß der Studie wohl eher Mangelware.  40 Prozent überprüfen jedoch zumindest gelegentlich was über das Unternehmen geschrieben wird.  Ein weiteres Thema ist das Surfen auf Social Networks am Arbeitsplatz -  sollte dies erlaubt sein? In Österreich und Deutschland ist man sich einig – fast die Hälfte der Befragten erlauben den Zugriff auf Social Media Angebote.

Neben diesen eher allgemeingültigen Social Media Personalmarketing Aktivitäten befasst sich die Studie auch mit dem Social Media Recruiting. Bezüglich der Einstellung von Bewerbern lässt sich festhalten, dass im Durchschnitt jeder zweite Bewerber pro Unternehmen der mittels Social Media in 2009 erreicht auch eingestellt wurde.

Stichwort Online Reputation: Werden Bewerber im Internet überprüft, oder nicht? „Ja, das haben wir schon einmal gemacht“, sagt die Mehrheit der Befragten. Daraus folgt – es handelt sich demnach um keine Regelmäßigkeit! Viele kritische Stimmen werden bei diesem Thema laut: Ob grundlegende Abneigung, arbeitsrechtliche Bedenken, ethische Gründe oder Zeitmangel. Letztlich werden ohnehin nur die Bewerber “kontrolliert”, welche es bereits in die engere Wahl geschafft haben.

Interessant ist der Ausblick auf die am häufigsten angewendeten Methoden der Personalarbeit und ihre zukünftigen Tendenzen. Leider kommt dies in der Studie ein wenig zu kurz. Diese Auflistung hätte meines Erachtens ein großes Potenzial für eine genauere Auswertung dargestellt. Die folgende Graphik zeigt eine eigene Darstellung der Studienergebnisse und liefert einen Überblick über Tendenzen zu den zukünftigen Methoden der Personalarbeit.

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Spannend wäre auch eine nächste Studie, mit einem Ländervergleich der etwas extremere Ergebnisse liefert.

Insgesamt liefert der Social Media HR Report 2010, trotz fehlender Definition über den Begriff Social Media zu Beginn der Studie, weitere Erkenntnisse und Bestätigungen vergangener Studienergebnisse und somit neuen Stoff zum Thema Social Media in der Personalarbeit. Vielen Dank dafür!!!

Es bleibt abzuwarten, wie es weiter geht. Eins ist klar: Social Media HR ist gerade erst abgebogen- auf die Überholspur! Also: Dran bleiben!

Webfundstück: Mitarbeiterfotos bei DocCheck

Geschrieben von Bennet Busche am 1. März 2010 | Abgelegt unter Social Media

Beim Surfen durch die Weiten des Internets ist mir auf der Karriereseite der DocCheck AG ein interessantes Feature unter dem Namen “Klick dich ins Daily Business” aufgefallen. In einer Bilderserie wird dort der typische Arbeitstag eines Mitarbeiters dokumentiert.

So kann man sich beispielsweise durch den Tag von Senior Entwickler Matthias Schmidt klicken. Von seiner Anfahrt morgens um neun Uhr bis zu seinem Feierabend, erfährt man einige interessante Begebenheiten aus seinem Alltag. Leider fehlt eine Einbindung auf Flickr, daher kann ich an dieser Stelle keine Fotos zeigen.

Bei der Umsetzung hat sich DocCheck an alten Polaroidfotos orientiert. Zur Erinnerung: Das waren diese Bilder, die damals direkt aus der Kamera kamen. Man kann sich von Foto zu Foto und somit durch den Berufsalltag klicken. Ich finde die Auswahl der Bilder und die Darstellung der einzelnen Sequenzen gut gelungen. Natürlich wären bewegte Bilder in Form eines Videos für potenzielle Bewerber interessanter gewesen, gleichwohl haben Fotos ja auch einen gewissen eigenen Charme und Aussagewert. Die Fotos wirken dabei nicht gestellt sondern wie Schnappschüsse – einfach aus dem Alltag gegriffen.

Leider gibt es bis jetzt nur drei Fotosammlungen, daher ist man ziemlich schnell am Ende . Aber vielleicht kommen ja  noch einige Mitarbeiter hinzu.

Social Media Report HR 2010

Geschrieben von Lutz Altmann am 1. März 2010 | Abgelegt unter Social Media

Auch wir möchten es nicht versäumen, auf die Ergebnisse der bisher größten Studie im  deutschsprachigen Raum zum Thema Social Media und HR hinzuweisen. Glückwunsch an Thorsten zur Jacobsmühlen für die tolle Arbeit und einen umfangreichen Report.

Vorstellung des Social Media HR 2010 Reports (Quelle: www.blogaboutjob.de)

Vorstellung des Social Media HR 2010 Reports (Quelle: www.blogaboutjob.de)

Die ganze Studie greift die aktuelle Situation von HR und Social Media auf, einerseits eine erste spannende Euphorie und andererseits auch noch viel Unkenntnis und Unsicherheit über die weitere Entwicklung. Dies erinnert mich an unsere Studie zu den Ende 2006 noch sogenannten Videostellenanzeigen. Im Rahmen einer Diplomarbeit begegnete unserem damaligen Diplomanden Philipp Butters aufgrund von mangelnder Erfahrung mit dem Medium gerade bei den HR-Entscheidern auch eine gewisse Ablehnung zu diesem Thema. Schon ein Jahr später sah dies widerum ganz anders aus und vor allem Corporate als aber auch erste Job Videos wurden salonfähig.  Dies gibt Hoffnung für die Zukunft! ;-)

Ergänzend zu den Ausführung von Thorsten zur Jacobsmühlen möchte ich noch anfügen, dass alleine die Zugehörigkeit von XING zu Social Media diskutabel ist. Wir sagen nach einer kleinen internen Umfrage dazu: Ja, XING gehört zu Social Media, doch das Business Netzwerk wird nicht immer direkt als Social Media Tool, z.B.  zur direkten Kommunikation miteinander, genutzt. XING gibt es  nun schon einige Jahre und ein paar der heutigen Anwendungsmöglichkeiten gab es schon zu Beginn, wo noch kein Mensch von Social Media, auf jeden Fall hier in Deutschland, zu sprechen wagte. Daher denke ich, dass einige Personen, häufig auch Personaler, zwar XING nutzen, jedoch nicht als Social Media Werkzeug.  Daher mein Tipp an Thorsten für die Zukunft, die einzelnen Aspekte von Social Media noch einmal ein wenig unterteilen und dann näher betrachten. Dann sehen wir noch besser, wo wir im Markt wirklich stehen.

Eine weitere Anmerkung habe ich auch noch. In den Ergebnissen heisst es “In 59 Prozent der deutschen Unternehmen werden Bewerber gegoogelt”. In der Frage dazu hieß es richtigerweise “Haben Sie im Jahr 2009 schon einmal den Ruf von Bewerbern mit Hilfe von Google, Personensuchmaschinen oder Social-Media-Diensten überprüft?”. “Schon einmal” sind hier die Schlüsselwörter, denn sehr häufig wird die Online Reputation der Bewerber nach unseren Erkenntnissen noch nicht überprüft. Wir vermuten, dass es noch sehr wenige Unternehmen sind, wenn wir davon ausgehen, dass einmal das XING-Profil anschauen noch keine Überprüfung der Online Reputation darstellt, die wirklich die Online Reputation der “Job-Anwärter” genauestens überprüfen.

Ansonsten kann ich allen Experten und auch Neueinsteigern diese Studie von BlogaboutJob nur empfehlen und verweise gerne auf den folgenden Download. Ich freue mich schon auf die Social Media HR Studie 2011.

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