H&M Starting House – offene Türen für (potenzielle) Mitarbeiter

H&M eröffnet in Berlin ein "Starting House" für (potenzielle) Mitarbeiter. Eine interessante und gewinnbringende Idee steckt in meinen Augen dahinter. So können Unternehmen und Interessenten sich ungezwungen kennen lernen und einen ersten Austausch beginnen, der ansonsten “klassisch” vielleicht nie zustande gekommen wäre. Im Rahmen meiner Tätigkeit als HR Manager bei MobilCom Systems, dem ehemaligen Geschäftskundenvertrieb der MobilCom, habe ich mit einem Job- und Business Café auf Fachmessen schon 2001 und 2002 sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Gespräche fanden auf Augenhöhe statt und waren wesentlich angenehmer, da bei “Kaffee und Kuchen” alle wesentlich entspannter agierten.  Aber vor allem waren diese erfolgreicher gewesen. Wir haben damals viele interessante Kandidaten, vor allem Professionals, für unsere spannenden Projekte kennen lernen können. Sie haben halt bei uns eine Kaffeepause vom anstrengenden Messealltag gemacht und so ganz nebenbei kamen wir näher ins Gespräch. Daher gefällt mir der H&M Ansatz mit dem Starting House. Ich bin gespannt, ob andere Unternehmen ähnliche Maßnahmen planen und umsetzen. Wer kennt noch weitere Maßnahmen?

 

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(c)H&M

Zum Hintergrund:

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) will sich als Unternehmen und Arbeitgeber besser präsentieren – und hat daher in Berlin das "H&M Starting House" eingerichtet. Das Starting House findet sich in passender Umgebung in den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte. Hier werden (potenzielle) Mitarbeiter "offene Türen, Ansprechpartner, Vorträge und Workshops" finden. Geleitet wird das Starting House von Sarah Akuoko, die aus dem HR-Bereich von H&M kommt.
In den Räumen sollen sich sowohl Kunden über die Produkte als auch potenzielle Mitarbeiter über die Modekette informieren können. H&M will sich damit stärker als Arbeitgeber im deutschen Kandidatenmarkt positionieren. Angestellte sollen im Starting House Treffen und Workshops besuchen können und die Möglichkeit bekommen, sich weiterzuentwickeln.

H&M öffnet in Berlin sein erstes "Starting House". (c)H&M

(c)H&M

Mit dem Starting House will Hennes & Mauritz auch über Themen wie Kundenwahrnehmung und Nachhaltigkeit informieren. Für Januar ist zum Beispiel ein Meet & Greet mit Schauspieler Matthias Schweighöfer geplant, im März kommt der schwedische Manager-Coach Henrik Lannerhjelm zum Business Talk. Ebenso wird es Recruiting Workshops oder Business Talks mit Vertretern aus dem Unternehmen geben.

Im aktuellen Artikel auf Startinghouse heisst es:

“Zudem möchte H&M als Modeunternehmen und gleichzeitig als Arbeitgeber mit dem Starting House für Mitarbeiter und Interessierte greifbarer werden und berufliche Entwicklungs- und Einstiegsmöglichkeiten aufzeigen.

Neben internen Meetings und sogenannte Missionen, in denen H&M-Mitarbeiter mit Hilfe von Mentoren ihre Ideen lernen umzusetzen und sich selbst zum Mentor entwickeln sollen, finden auch für andere Interessierte regelmäßige Veranstaltungen statt: Beeindruckende Persönlichkeiten werden interviewt, offene Gesprächs- und Diskussionsrunden zu Themen wie Kundenwahrnehmung oder Nachhaltigkeit sollen geführt werden und auch Verkaufsaktionen werden erfolgen.

Das H&M Starting House soll sich durch offene Türen, eine ungezwungene Atmosphäre und transparentes Arbeiten auszeichnen.”

 

Ich bin positiv gespannt, ob dies funktionieren wird.

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3 Responses to “H&M Starting House – offene Türen für (potenzielle) Mitarbeiter”
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  1. […] Formen des Tags der offenen Türe ein Revival erleben. In aller Munde ist derzeit das H&M Starting House in Berlin. Feines Recrutainment, würde ich sagen. Und auch das Careerloft-Netzwerk […]

  2. […] Formen des Tags der offenen Türe ein Revival erleben. In aller Munde ist derzeit das H&M Starting House in Berlin. Feines Recrutainment, würde ich sagen. Und auch das Careerloft-Netzwerk […]

  3. […] Über meine Alerts bin ich mal wieder über ein besonders spannendes Thema gestolpert. Und diesmal nicht über ein Online-Tool, Brettspiel oder sonstiges „Online-Dings da“ zur Berufsorientierung, sondern der wahrscheinlich ersten stationären Anlaufstelle zur „reinen“ Arbeitgeberpräsentation: dem H&M Starting House. […]



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